Grund(ab)sicherung

Tritt der Fall ein, dass Sie zurzeit Ihren Lebensunterhalt nicht oder nicht vollständig selbst bestreiten können, können Sie finanzielle Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch II (SGB II) – Arbeitslosengeld II (ALG II) – beantragen. In Krefeld ist das Jobcenter zuständig für die Grundsicherung der Arbeitssuchenden. Auch die  die Stadt Krefeld  beantworet Ihre Fragen zur Grundabsicherung  mit zahlreichen Informationen.

Beratungsstellen nutzen

Nutzen Sie die Beratungsstellen, wenn Sie Unterstützung bei der Antragstellung oder bei Behördengängen brauchen. Der Sozialdienst katholischer Frauen e.V.  bietet regelmäßig Beratungstermine an. Ihre Ansprechparter: Christiane Matter und Magrit Witte.

Unabhängig von den sowieso nötigen Behördengängen bietet sich ein Beratungsgespräch  mit der Gleichstellungsbeauftragten an Ihrem Wohnort an, um zusätzliche Schritte und Wege abzuklären.

Antrag stellen

Sie stellen Ihren Antrag auf Arbeitslosengeld II bei Ihrer Stadt- oder Gemeindeverwaltung und vereinbaren Sie einen Termin mit der/dem zuständigen Fallmanager/in.

Ist Ihr Antrag bewilligt, bekommen Sie einen Bescheid vom Jobcenter Ihrer Kommune. Darin ist die Höhe der individuellen Leistungen angegeben, die Ihnen zustehen. Die Höhe dieser Leistung richtet sich unter anderem nach Ihrem Familienstand, nach der Größe Ihres Haushalts, nach der Anzahl der Kinder, aber auch nach dem jeweiligen Einkommen und vorhandenem Vermögen.

Aufgepasst …

Stellen Sie Ihren Antrag auf ALG II rechtzeitig. Sie haben nämlich keinen Anspruch auf Leistungen für die Zeit vor der Antragstellung.

Prüfen Sie Ihren Leistungsbescheid ganz genau. Wenn Sie sich etwas nicht erklären können, fragen Sie den zuständigen Sachbearbeiter oder die zuständige Sachbearbeiterin und legen Sie nötigenfalls Einspruch ein. Bei Fragen, Unklarheiten und Problemen helfen Ihnen die Beauftragten für Chancengleichheit in Krefeld.

Auch hier: Gut vorbereiten

Danach werden Sie zu einem Gespräch mit Ihrer Fallmanagerin oder Ihrem Fallmanager eingeladen. Diese Beratung ist nicht nur berufsbezogen, sondern schließt Ihre gesamte Lebenssituation mit ein. Werden Sie nicht automatisch zu diesem Beratungstermin eingeladen, fragen Sie auf jeden Fall von sich aus nach einem Termin, vor allem dann, wenn Sie Kinder unter drei Jahren haben und wieder berufstätig werden wollen. Fragen Sie, wenn  eine gute Aussicht auf eine Stelle besteht, nach Unterstützung bei der Organisation von Kinderbetreuung, damit der Jobeinstieg nicht an einer fehlenden Kinderbetreuung scheitert.  Gehen Sie selbstbewusst und gut vorbereitet in dieses Gespräch. Machen Sie selbst Vorschläge, sprechen Sie eine mögliche Weiterbildung an und wie Sie selbst aktiv werden wollen. Auch hier gilt: Je klarer Ihre Vorstellungen und Pläne, umso größer sind Ihre Chancen, dass die Fallmanagerin bzw. der Fallmanager in Ihrem Sinne aktiv wird.

Alleinerziehende

Alleinerziehende Frauen und Männer, die Arbeitslosengeld II erhalten, sind eigenständig sozialversichert. Nehmen Sie z. B. einen Minijob, einen Midi-Job oder eine sehr gering bezahlte Teilzeitstelle an und ihr Einkommen reicht nicht aus, können Sie zusätzlich Arbeitslosengeld II beantragen: Sie „stocken auf“. Wenn Sie ein Kind unter drei Jahren erziehen und erwerbstätig sein wollen oder müssen, haben Sie Anspruch darauf, dass man Ihnen bei der Suche nach einem geeigneten Betreuungsplatz hilft. Bleiben Sie hartnäckig und fordern Sie die amtliche Unterstützung bei der Suche nach einer Kinderbetreuung ein, sonst drohen Ihnen Nachteile bei der Leistungsbewilligung.

Behinderung

Erwerbsfähige Frauen und Männer mit Behinderung, die einen Antrag auf ALG II stellen, können zusätzlich hierzu einen pauschalen Zuschlag (vgl. § 21 Abs. 4 SGB II) erhalten. Unter bestimmten Voraussetzungen, die durch ein entsprechendes ärztliches Attest nachgewiesen werden müssen, gibt es Zuschüsse für eine kostenintensive Ernährung.